did Berlin „Es macht uns großen Spaß, Gastgeber zu sein und wir tun alles, damit sich unsere Gäste bei uns wohl fühlen.“

Christa Block, Gastmutter
Bereits seit 13 Jahren ist Familie Block aus Berlin als Gastfamilie für did deutsch-institut tätig. Der an Kultur interessierten Familie macht es Spaß, mit Menschen zusammen zu sein und von dem Leben in ihren Ländern zu erfahren. Ihre Gastschüler kamen bisher aus Frankreich, Spanien, Italien, der Schweiz, Brasilien, den USA und aus Finnland.

Seit wann sind Sie als Gastfamilie für did deutsch-institut tätig?
Schon seit 13 Jahren.

Was war Ihre Motivation, einen ausländischen Gastschüler bei sich aufzunehmen?
Weil wir gerne mit Menschen Kontakte pflegen. Es macht uns Spaß, mit Menschen zusammen zu sein – von ihrem Leben und ihren Ländern zu erfahren.

Wann haben Sie zuletzt Gastschüler in Ihrem Zuhause begrüßt?
Bis heute haben wir Teilnehmer bei uns zu Hause

Aus welchen Ländern kamen ihre Gastschüler bisher?
Aus Frankreich, Spanien, Italien, der Schweiz, Brasilien, den USA und aus Finnland.

Wie viele Wochen haben die Gastschüler gewöhnlich bei Ihnen gewohnt?
3 bis 4 Wochen

Welches Alter hatten Ihre Gastschüler?
17 bis 55 Jahre

Wie erleichtern Sie Ihren Gastschülern den Start in Deutschland?
Zuerst stellen wir uns und unsere Familie vor, erkundigen uns nach der Familie des Gastschülers und bieten in der Regel das Du an. Hin und wieder benutzen wir Wörterbücher für eine bessere Verständigung. Der Gastschüler erhält von uns umfangreiches schriftliches Material über Berlin und seine Geschichte und wir halten immer Stadtpläne und Fahrpläne bereit.

Wie bringen Sie Ihren Gastschülern die deutsche Kultur näher?
Wir reden über Bücher, Musik und Theater und auch über die Sehenswürdigkeiten Berlins.

Unternehmen Sie Aktivitäten gemeinsam mit Ihren Gastschülern?
Wenn sich die Gelegenheit bietet, dann fahren wir gemeinsam nach Potsdam, gehen in die Gärten der Welt in Marzahn oder in den Britzer Garten, machen Spaziergänge oder besuchen Museen. Unsere Gäste können auch gerne ihre Freunde aus dem did deutsch-institut zum gemeinsamen Essen einladen. Finden in der Zeit des Aufenthaltes Familienfeiern bei uns statt, können sie natürlich sehr gerne auch daran teilnehmen. Verwandte und Freunde, die unsere Gastschüler hier in Berlin besuchten, haben wir auch schon bei uns aufgenommen und bewirtet.

Wie ist der Tagesablauf in Ihrer Familie während des Gastschüleraufenthalts organisiert?
Wir frühstücken gemeinsam und sitzen auch beim Abendessen zusammen. Wir erkundigen uns auch was die Gäste gern bzw. gar nicht essen möchten und gehen auf ihre Wünsche ein.

Welche Vorteile hat das Zusammenleben mit Ihrer Familie für die Gastschüler?
Wir sind der Meinung, dass zu einer Sprache auch das alltägliche Leben im entsprechenden Land gehört – die Kultur, einschließlich der Essgewohnheiten, sowie gemeinsame Gespräche.

Was ist Ihnen im Hinblick auf das Verhalten Ihrer Gäste besonders wichtig?
Ehrlichkeit und Interesse an unserem Leben.

Welche Einstellung sollte ein Sprachschüler mitbringen, der sich für den Aufenthalt in einer Gastfamilie interessiert?
Offenheit und Anpassungsfähigkeit.

Wie trägt das Zusammenleben in einer Gastfamilie zur Persönlichkeitsentwicklung bei?
Das ist schwer einzuschätzen, weil dafür der Aufenthalt von drei bis vier Wochen bei uns zu kurz war, um darüber ein Urteil abzugeben.

Welche Möglichkeiten bietet das Zusammenleben mit Gastschülern?
Wir erfahren viel über das Leben in einem anderen Land. Besonders wichtig sind uns aber bleibende Kontakte, um die Entwicklung des jungen Menschen ein wenig verfolgen zu können. Mit einigen unserer Gäste sind Freundschaften entstanden: wir haben ihre Familien kennengelernt und sie besuchen uns oft. Schön ist auch, dass die Schüler für uns oft Spezialitäten aus ihrer Heimat kochen.

Welche Erlebnisse mit Gastschülern sind Ihnen besonders im Gedächtnis geblieben?
Eine Schülerin aus der Schweiz bekam Besuch von ihrer Mutter und Großmutter hier in Berlin. Wir sorgten für eine Unterkunft in unserem Haus und haben mit allen gemeinsam die Mahlzeiten eingenommen. Eine andere Schülerin aus Italien betrachtete uns schon nach wenigen Tagen als ihre Berliner Großeltern – wir haben übers Internet noch regelmäßig Kontakt miteinander.

Haben Sie zu noch Kontakt zu ehemaligen Gastschülern?
Zu vielen. Sie besuchen uns und wir sie oder wir bleiben per E-Mail im Kontakt.

Ist aus diesen Kontakten eine Freundschaft entstanden?
Ja, zu zwei Italienerinnen. Sie waren 1997 bei uns. Dann lernten wir die Freundinnen kennen und dann die Freunde. Während unseres Besuches bei Ihnen wurden wir allen Familienmitgliedern vorgestellt, und im Jahr 2009 waren wir sogar Gast bei ihren Hochzeiten.

Ihr Fazit:
Uns macht es großen Spaß Gastgeber zu sein und wir tun alles, damit sich unsere Gäste bei uns wohlfühlen. Es kommt uns nicht darauf an, von den Schülern eingeladen zu werden. Viel lieber sehen wir sie bei uns zu Hause wieder. Inzwischen haben wir mehrere Gästebücher angelegt, und anhand der Fotos und Eintragungen können wir uns immer wieder an unsere Gäste erinnern.