Interview
Interview

did deutsch-institut Berlin

Jörg Schnabel unterrichtet Teilnehmer des did deutsch-institut Berlin. Er kommt ursprĂĽnglich aus dem fränkischen Raum, lebt aber seit seinem 3. Lebensjahr in Berlin, und bezeichnet sich auch als Berliner. Fragen zu seiner Person und in Bezug auf Berlin beantwortet er in diesem Interview, seine Insider-Tipps fĂĽr Berlin können Sie im Juli-Newsletter nachlesen.


Herr Schnabel, wie und warum sind Sie Lehrer fĂĽr Deutsch als Fremdsprache geworden?

Herr Schnabel: „Ich habe Deutsch als Fremdsprache zusätzlich zu Medien-, Politikwissenschaften und Germanistik an der Universität Kassel studiert. Da ich in zahlreichen Film- und Musikprojekten immer schon einen kreativen Zugang zur deutschen Sprache hatte und viele Seminare und Workshops mit internationalen Studenten stattfanden, reizte mich der Job.”

Wo haben Sie vorher unterrichtet oder was haben Sie beruflich gemacht bevor Sie zu did deutsch-institut kamen?

Herr Schnabel: „Ich habe ab 1999 als Dozent für Medien, Geschichte und Politik gearbeitet. Ein Jahr später drehte ich mein erstes Musikvideo, darauf folgten Werbespots, Social Spots und Imagefilme, ebenso wie das Sounddesign für Werbungen etc., das heißt ich war im Regie- und Audioregiebereich tätig, letzteres mache ich noch immer.”

Seit wann leben sie in Berlin?

Herr Schnabel: „Ich kam mit 3 Jahren nach Berlin und würde mich natürlich als Berliner bezeichnen. Den fränkischen Dialekt habe ich mir dann spätestens mit 4 abgewöhnt...”

Was gefällt Ihnen besonders an Berlin?

Herr Schnabel: „Die internationale Atmosphäre, die direkte und authentische Art der Berliner, die Altbauwohnungen und ganz besonders die vielfältigen kulturellen Möglichkeiten.
In Berlin ist alles möglich, das gefällt mir. Berlin ist eine sehr heterogene und tolerante Stadt, ähnlich wie New York.”

Welche Insider-Tipps haben Sie fĂĽr unsere Besucher aus dem Ausland?

Herr Schnabel: „Die kleine, gemütliche Bar Kuschlowski, einen Flohmarkt, das Lido, und meine beiden Lieblingskinos. Genaueres erfahren Sie im Juli-Newsletter.”

Was ist für Sie „typisch Berlin“?

Herr Schnabel: „Typisch Berlin ist die etwas direkte, schnoddrige Art der Urberliner, die vielen Eckkneipen, die Berliner Verkerhs Betriebe (BVG) und einige Personen, wie z.B. der Comiczeichner FIL, der Neuköllner Bezirksbürgermeister Heinz Buschkowsky und natürlich der Berliner komiker und Schauspieler Kurt Krömer. (Der Comiczeichner FIL ist wohl der einzige Kulturschaffende, der das Berlinerische genau und humorvoll dokumentiert)”

Was macht Berlin fĂĽr Sie zu etwas Besonderem?

Herr Schnabel: „Die Atmosphäre in Berlin im Sommer, die ständigen Baustellen und die über 200 Sprachen, die hier gesprochen werden.”

Gibt es eine spezielle Bezeichnung für einheimische „Berliner“?

Herr Schnabel: „Nee. Berliner reicht ja auch.”

Gibt es eine spezielle Bezeichnung für Auswärtige, bzw. „Nicht-Berliner“?

Herr Schnabel: „Zugereiste”

Was ist Ihr Lieblingswort / Redewendung im Berliner Dialekt?

Herr Schnabel: „Mein Lieblingswort ist “blümerant”, ein Wort, das durch die Franzosen im 17. Jahrhundert ins deutsche eingepflegt wurde. Der französische Ursprung ist “bleumourant”, also sterbendes Blau, was die Bedeutung erklärt: übel, flau, schwindlig.”

Eine letzte Frage: Wenn Sie Berlin verlassen mĂĽĂźten, dann nur fĂĽr ...?

Herr Schnabel: „Oaxaca (Mexico)”

Vielen Dank fĂĽr das Interview, Herr Schnabel!
Auf Wiedersehen.


Herr Schnabel: „Bitte. Bis denne!”

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